{{title:words:5}} Vom: 5. Juni 2024

Update: 21. März 2026
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Toskana des Nordens

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Dirk Naumann

Lesedauer: 8 Minuten

Toskana des Nordens

Vor mir lag die sanfte Hügellandschaft von Saale-Unstrut, der nördlichsten Weinregion Deutschlands. Wegen seinen sanften Hügeln und der malerischen Landschaft trägt diese Region auch den Beinamen „Toskana des Nordens“. Die Stadt Freyburg ist Zentrum dieser Weinregion, Winzer- und Sektstadt und Sitz der traditionsreichen Rotkäppchen-Sektkellerei.

Ein kurzer Blick auf die Website – und tatsächlich: es wurde sogar eine Führung angeboten. Verkürzt zwar, ob der aktuellen Umstände, aber immerhin eine Führung, was keine Selbstverständlichkeit war in dieser Zeit der Verbote und Abstandsregeln. Noch auf dem Weg, buchte ich diese eine Führung. Für jemanden der im Osten Deutschlands aufgewachsen ist, hat Rotkäppchen, der Sekt mit der Roten Kappe, einen besonderen Stellenwert. Nicht nur Getränk, sondern Erinnerung. Auch wollte ich mehr wissen, hinter die Kulissen und Etikett blicken, dort wo die wahren Geschichten lagern, wie Sektflaschen in kühlen Kellern.

Einst als „Crémant Monopol“ erfolgreich, musste, aufgrund eines Gesetzes der Name geändert werden. Es gab bereits ein französisches Champagnerhaus, welches auch heute noch, den Namen Monopole verwendete. Die Firma musste sich einen neuen Namen einfallen lassen. Die typische rote Kappe, Markenzeichen damals wie heute, wurde zum Namensgeber. Rotkäppchen-Sekt war geboren. Das war 1894. Viele Meilensteine und Wendungen später, wäre Rotkäppchen nach der deutschen Wiedervereinigung, fast untergegangen, verschluckt von der Geschichte, wie viele Unternehmen im Osten. Aber Rotkäppchen überlebte und kam zurück. Heute sind sie Marktführer des deutschen Sektmarktes. Was für eine Geschichte!

Von Freyburg ging es weiter nach Naumburg. Der Weg, nur 10 Kilometer kurz, für mich jedoch einer der schönsten Abschnitte der Reise. Vorbei an Steilhängen mit malerischen Weinbergterrassen und kleinen Weinberghäuschen, wie in die Landschaft gestreut. Dort, in den steilen Weinbergen, machte ich Rast und gönnte mir einen genussvollen Ausblick auf die weite Landschaft. Direkt am Zusammenfluss der Flüsse Unstrut und Saale wartete eine kleine Fähre und brachte mich ans andere Ufer der Saale.

Mit seinen vier Türmen war der Naumburger Dom, St. Peter und Paul, UNESCO-Weltkulturerbe, bereits von Weitem sichtbar. Als ich den Dom betrat, wurde ich von dem lauten Ruf eines Mitarbeiters begrüßt, für jeden hörbar:

„Oh, ein Pilger! Sie bekommen selbstverständlich kostenfreien Eintritt. Möchten Sie einen Stempel und eine Führung dazu?“

So eine Begrüßung erfährt man auch nicht alle Tage! Natürlich wollte ich! An einer Warteschlange und neugierigen Blicken vorbei, Stolz ein Pilger zu sein, ging es in den Dom. Nach einer Führung entdeckte ich im Domgarten, versteckt hinter Rosenbüschen, ein kleines Schild mit der gelben Muschel, dem Zeichen des Jakobsweges und einer Entfernungsangabe mit zwei Richtungen.

< Vacha 152 km // 300 km Görlitz >

Tatsächlich lagen bereits 300 Kilometer hinter mir.

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Dirk Naumann, geboren und aufgewachsen in Torgau / Sachsen, lebt nach Stationen in Düsseldorf und Monaco heute in München. 2020, während der Pandemie, brach er auf, zu einer mehr als 3.600 Kilometerlangen Pilgerreise durch vier Länder Westeuropas. Zu Fuß, ohne Vorbereitung und Erfahrung. Aus den Notizen dieser Reise entstand ein persönliches Buch, dass gleichzeitig seine Premiere als Autor darstellt.

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